Was ist Rebalancing

Rebalancing ist eine Form der Körperarbeit, die bei verschiedensten Problemen und Symptomatiken am Bewegungsapparat erfolgreich eingesetzt wird, wie Verspannungen, Gelenkproblemen, Rückenbeschwerden, Schon- und Fehlhaltungen nach Verletzungen und Unfällen, aber auch bei chronisch gewordenen Zuständen auf Grund falscher Haltungs- und Trainingsgewohnheiten oder psychischen Stresses. Auch Menschen mit dem einfachen Wunsch nach einem besseren Körper- und damit Lebensgefühl finden ihren Weg in Rebalancing - Praxen. Die manuelle Behandlung lehnt sich an die Arbeit von Ida Rolf, Begründerin von Rolfing und dem Zehn Sitzungsprogramm an.

 

Doch was unterscheidet diese Technik von herkömmlicher Massage? Rebalancing versteht sich als „myofasziale Körperarbeit“. Wir arbeiten also in erster Linie an den myofaszialen Strukturen, d.h. am Bindegewebe (Faszien) der Muskeln. Bindegewebsstrukturen durchziehen den gesamten Körper wie ein Netz, stützend, schützend und verbindend. Neben der Bedeutung als Stützgewebe haben bindegewebsartige Strukturen gerade in Bezug auf den Bewegungsapparat eine Vielzahl wichtiger Funktionen, als schützende „Muskelhüllen“, verbindende Gewebe, Sehnen und „Polstermaterial“. Doch auch diese Strukturen sind verletzlich: Veränderungen in angrenzenden oder verwobenen Muskeln oder Gelenken übertragen sich automatisch auch auf sie. Bleiben akute Verspannungen, falsche Haltungsgewohnheiten oder auch Schonhaltungen, zum Beispiel nach einem Unfall, über längere Zeit bestehen, prägen sie sich quasi in die betroffenen Bindegewebsstrukturen ein, als Verkürzungen, Verhärtungen oder Verklebungen. Solche Störungen wiederum können zu beständigen oder immer wieder auftretenden Beschwerden führen. Genau diese Problematik greift die Rebalancing-Arbeit auf. Mit ihrer spezifischen Technik, durch behutsames manuelles Dehnen, Lockern und „Einsinken“ ins Gewebe werden solche Blockaden im Bindegewebe wieder gelöst, so dass die angrenzenden betroffenen Muskeln und Gelenke entspannt und wieder zu normaler Funktionsfähigkeit geführt werden.

 

Doch die blosse Beseitigung eines Symptoms ist nicht das Ziel dieser Arbeit: im Rebalancing
wird immer der ganze Organismus betrachtet, da die Ursachen von Beschwerden meist ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren und manchmal auch ganz woanders zu finden sind als die Symptome an sich. In diesem Zusammenhang verwendet die Rebalancing-Arbeit einer Reihe weiterer integrierende Techniken, wie Gelenklockerung, Atemarbeit, das Erkennen und Verbessern von Bewegungsgewohnheiten oder auch das beratende Gespräch. Es wird versucht, das Gleichgewicht, die Balance im Körper wiederherzustellen - „Re-balancing“.

 

Was dürfen Sie von Rebalancing erwarten? Auf der körperlichen Ebene erfahren Sie Lockerung und Entkrampfung von verspannten Gewebsverbänden. Sehnen, Bänder und Muskeln regulieren sich, ihr Körper richtet sich auf und rückt sich zurecht. Ihre Bewegungsabläufe werden geschmeidiger. Eine neue äussere und innere Haltung entsteht. Da das Bindegewebe bis ins hohe Alter formbar ist und seine Elastizität wieder erlangen kann, eignet sich Rebalancing für Menschen jeden Alters.

 

Rebalancing als Methode: Rebalancing ist im schweizer Berufsbild "Komplementärtherapie" (KT) als anerkannte Methode aufgenommen (durch die OdA KT in Koordination mit dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie).

 

 

Quellenangabe Rebalancing Schule München / Rebalancer Verband Schweiz